Wild-Rose

Zu gerne bleibe ich an einer geöffneten Blüte der Rose stehen, um mich von ihrem zarten und zugleich kraftvollen Duft betören zu lassen. Es ist, als könnte man mit dem Rosenduft eine tiefer liegende Welt einatmen; man wird von ihrem Geruch inspiriert, bisweilen auch beflügelt. Nicht, daß man abheben würde, doch man wird schon ein Stück weit fortgetragen.

Als Allerschönste bist du anerkannt,
Bist Königin des Blumenreichs genannt;
Unwidersprechlich allgemeines Zeugnis,
Streitsucht verbannend, wundersam Ereignis!

Johann Wolfgang von Goethe

Geöffnete Rosenblüte (Japan-Rose).

Die Rose ist seit Jahrtausenden ein Sinnbild für die Liebe. Grund hierfür ist neben der Farbe der Blütenblätter vor allem die Zahlensymbolik in der Form der Blüte. In der Draufsicht (siehe Abbildung links) sind die fünf Kronblätter um einen Kreis, der den Samen (Blütenpollen) enthält, angeordnet. Zwischen den Kronblättern sind die fünf Kelchblätter. Fürderhin hat jedes Kronblatt die Form eines Herzens.

Diese Form der Rosenblüte findet daher auch oft Verwendung in der Heraldik, meist mit weißen oder roten Kronblättern. Des weiteren ist sie Namensgeber vieler deutscher Städte wie Rosenheim, Rosengarten und Rosenhagen.

Keine Rose ohne Stacheln

Auf der Sproßachse der Rose befinden sich zahlreiche Stacheln, so die korrekte botanische Bezeichnung für die Dornen. Mit diesen Stacheln schützt sich die Rose, d.h. die Liebe, vor ungewollten Eindringlingen. Doch sie selbst bleibt völlig unverletzt, die Stacheln nutzen ihr sogar in der Hinsicht, daß sich die Triebe des Rosenbusches dank der Stacheln miteinander verkeilen. Sie geben sich Halt. Die Rose, wie die Liebe, schafft sich einen eigenen Raum, worin sie sich ihre Reinheit und Unschuld bewahrt.

Dornenbusch in der ersten Junisonne.

Wie wild ist die Wild-Rose eigentlich?

Unter der Bezeichnung Wild-Rose werden alle nicht gekreuzten Rosenarten zusammengefaßt. Sie sind allesamt Sträucher und zeichnen sich durch ungefüllte Blüten mit fünf Kronblättern in den für Rosen typischen Farben Rosa, Weiß, Gelb oder Rot aus. In deren Mitte befinden sich viele Staubblätter und die Griffel, aus denen sich die Sammelfrucht, die Hagebutte, entwickelt.

Alle mitteleuropäischen Arten lassen sich ähnlich verwenden.

Junge Blätter der Japan-Rose.

Der Rosenduft

Der Rosenduft, der traditionell eher als Männerduft galt, wirkt sinnlich öffnend, entspannend sowie aufbauend und harmonisierend. Das ätherische Öl, das aus den Rosenblüten, meist der Damaszenerrose, gewonnen wird, ist daher ein kostbares Gut. Es ist aber deswegen so kostbar, weil man aus den Blüten nur einen Anteil von 0,02% an  ätherischem Öl gewinnt. Es wird u.a. in  der Aromatherapie, bei Meditation oder zur Steigerung von Inspiration und Kreativität eingesetzt.

Sich öffnende Blüte.

Verwendbare Pflanzenteile:

Blüten, Früchte, junge Blätter

Blütezeit:

Mai bis Oktober; die Ur-Form blüht nur für 2 bis 3 Wochen im Mai oder Juni.

Blütenfarbe:

rosa, weiß, rot, gelb

Hauptwirkstoffe:

 in den Früchten: Vitamin C, A, K, B; Pektine; Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Carotinide; in den Blüten vor allem das ätherische Öl

Getrocknete Frucht der Japan-Rose vom Vorjahr.

Vorkommen:

an Waldrändern und Lichtungen

Verwendung als:

Blätter in Salat oder Suppen; Kaltauszug aus Früchten und Blüten; Kerne können zu Mehl gemahlen werden; für Tees und als Gewürz werden meist noch geschlossene Blütenknospen verwandt

Heilwirkungen:

vor allem der Tee bei und zur Vorbeugung von Erkältungen und Entzündungen im Rachenraum, Stärkung des Immunsystems

Verwechslungsmöglichkeit:

besteht mit anderen ebenso verwendbaren Rosenarten.

Weitere Namen:

Kartoffel-Rose, Apfel-Rose, Japan-Rose, Runzelrose; franz.: Rosier rugueux, ou Rosier du Japon; engl.: rugosa rose, Japanese rose; botanisch: Rosa rugosa Thunb.

Blütenknospe der Japan-Rose.

Verwandte Links:

Wildkräuterwanderungen – Wildpflanzenführungen in DE, OE & CH
Pflanzenportraits – Alles Wissenswerte über Wildpflanzen
Wildpflanzenbücher – Wildpflanzen sicher bestimmen und verwenden

Wunderpflanze Zistrose

Die unglaublichen Heilerfolge mit Cistus

Ein Naturheilmittel aus dem Mittelmeerraum erweist sich als erstaunliches Mittel bei Viren, Bakterien und Pilzinfektionen: die graubehaarte Zistrose Cistus incanus. Die Zistrose ist eine uralte Arzneipflanze. Daraus zubereiteten Tee trinkt man auf den griechischen Inseln schon seit Jahrhunderten. In der Bibel heißt das Harz der Zistrose Myrrhe.

Neueste Forschungsergebnisse bestätigen nun, was der Volksheilkunde lange bekannt ist. Das Geheimnis der Zistrose scheint in ihrem hohen Gehalt an Polyphenolen zu liegen. Diese Substanzen verhindern schädliche Oxidationsprozesse in den Zellen, wirken entzündungshemmend und krebsvorbeugend. So bewährt sich die Heilkraft der Zistrose bei verschiedensten Formen entzündlicher Haut- und Schleimhauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis, Mandelentzündung und bakteriellen Magen-Darm-Erkrankungen sowie bei Pilzinfektionen aller Art. Denn die Zistrose entgiftet den gesamten Körper und schützt vor Herzinfarkt und Alterungsprozessen.

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Köstliches von Hecken und Sträuchern

Gesunde Selbstversorgung aus der Natur

Hecken und Sträucher bieten uns wertvolle Lebensmittel vom Frühjahr bis zum Herbst sowie eine Bereicherung für die hauseigene Apotheke. Am bekanntesten ist wohl das Männlein im Walde, die Hagebutte, deren Tee vielfach zur Stärkung des Immunsystem getrunken wird. Doch die Fülle der Natur stellt uns weitaus mehr bereit, wenn wir sie uns nur bewußt machen.

Das Buch bietet eine ausführliche Warenkunde mit vielen Tipps zum richtigen Sammeln, Erkennen der eßbaren Früchte und verwendbaren Blätter, Blüten und anderer Pflanzenteile sowie das Wissen, wann und wo diese gesammelt werden können, Zubereiten und Aufbewahren sowie Rezeptideen.

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mehr von Markus Strauß hier

Die Blütenapotheke

Über die Heilkraft von Lavendel, Veilchen, Rose und anderen eßbaren Blüten

Eßbare Blüten sind die idealen Dekorationsobjekte für Salate, Festtagsteller oder sonstige kunstvollen Gerichte. So wird im Handumdrehen jeder Teller zum Gourmet für Gaumen und Auge.

In der Blütenapotheke von Irene Dalichow werden verschiedene Blumen, Sträucher und Bäume vorgestellt und zu deren Blüten ein ausführliches Portrait zu Verwendung, Heilwirkung und Zubereitung gegeben. Umfangreiche Farbfotos sowie ein Register nach Krankheitssymptomen geordnet zum schnellen Finden runden dieses Buch ab.

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