Giersch

Der Giersch oder Geißfuß ist ein würzig aromatisches ausdauerndes Kraut, dessen Mineralsalze man förmlich herausschmecken kann. Um ihn sicher zu erkennen, achtet man am besten auf den dreieckigen Querschnitt des Blattstiels, welcher ihn von anderen ähnlichen, teilweise stark giftigen Pflanzen unterscheidet.

Gierschsprossen im Frühjahr. So schmeckt der Giersch am besten.

Giersch aus der Froschperspektive.

Giersch aus der Froschperspektive.

Geschlossene Nebenblüten des Gierschs.

Verwendbare Pflanzenteile:

Blätter, Stengel, Blüten, Früchte

Blütezeit:

Mai bis September

Blütenfarbe:

weiß

Wuchshöhe:

70 bis 100 cm

Einzelnen Gierschblatt.

Einzelnes Gierschblatt.

Hauptwirkstoffe:

Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Zink, Kupfer, Vitamine A, C, ätherisches Öl, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren

Vorkommen:

bevorzugt an feuchten und schattigen Orten bis in ca. 1300 m Höhe

Geschmack:

aromatisch salzig, Mischung aus Möhre und Petersilie; die Blüten süßer, die Früchte schärfer

Verwendung als:

als Salat und Kaltauszug; Würzung in Salaten und anderen Speisen; als Gewürz, z.B. in Kräutersalz oder Kräutersoßen; Blüten als würzende Zutat und Dekoration, Früchte von Juli bis September gesammelt als Gewürz,

Einzelne Gierschblüte.

Einzelne Gierschblüte.

Heilwirkungen:

entgiftend und blutreinigend; als eines der ersten Kräuter im Frühjahr ideal für eine Frühjahrskur; leber- und nierenreinigend; bei Gischt und Rheuma; äußerlich bei Verbrennungen, Insektenstichen oder als Badezusatz

Verwechslungsmöglichkeit:

Die Familie der Doldenblütler bilden eine Familie von Pflanzenarten mit allesamt recht ähnlichen Blütenständen. Neben vielen eßbaren Arten gibt es etliche ungenießbare oder leicht bis stark giftige Arten. Jedoch haben die meisten Arten eine deutlich andere Blattform als der Giersch. Ähnliche Blätter haben vor allem die jungen Pflanzen der Engelwurz und des Breitblättrigen Merks (auch Großer Merk). Beide bevorzugen die Nähe von Gewässern, wobei der Verzehr des Breitblättrigen Merks leicht zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Dennoch ist der Giersch eigentlich gut zu bestimmen: Typisch für den Giersch ist nämlich der dreieckige Querschnitt seiner Blattstiele. Des weiteren besteht Ähnlichkeit mit jungen Pflanzen des Holunders.

Noch grüne Früchte geben ein schmackhaftes Gewürz.

Noch grüne Früchte geben ein schmackhaftes Gewürz.

Weitere Namen:

Dreiblatt, Geißfuß, Erdholler, Wilder Holler, Wiesenholler, Gichtkraut, Zipperleinskraut, Zaungiersch, Ziegenkraut, Ziegenfuß, Schettele, Baumtropf, Hinfuss, Podagariakraut, Podagrakraut, Podagriarkraut; franz.: herbe aux goutteux, podagraire, petite angélique ou herbe de saint Gérard; engl.: ground elder, herb gerard, bishop’s weed, goutweed; botanisch: Aegopodium podagraria L.

Blütestände des Gierschs.

Blütenstände des Gierschs.

Blütendolde beim Giersch mit noch geschlossenen Blüten.

Blütendolde beim Giersch mit noch geschlossenen Blüten.

Emsige Helferlein: die Ameise. Sie bestäubt die Blüten und vertreibt Blattläuse.

Emsige Helferlein: die Ameise. Sie bestäubt die Blüten und vertreibt Blattläuse.

Blühender Giersch.

Habitus vom blühenden Giersch.

Habitus vom blühenden Giersch.

Fruchtstand mit noch grünen unreifen Früchten.

Fruchtstand mit noch grünen unreifen Früchten.

Verwandte Seiten:

Wildkräuterwanderungen – Wildpflanzenführungen in DE, OE & CH
Wildkräuterwanderungen – Wildpflanzenführungen in und um Hamburg
Wildpflanzenbücher – Wildpflanzen sicher bestimmen und verwenden

Kleiner Wildkräuterführer

Die Fülle der Natur erfahren und genießen

Dieses kleine Wildkräuterbuch im Querformat hat Fotogröße (9cm x 14cm) und wiegt nur 225g und ist damit ideal, um es auf Wanderung stets bei sich zu tragen, sei es in der Jacken- oder Handtasche. Es ist im März 2012 im emu-Verlag erschienen.

Das Buch enthält 100 Portraits einheimischer Wildpflanzen. Diese geben Auskunft über Verwendungsmöglichkeiten, eßbaren Pflanzenteilen, Blütezeit und gegebenenfalls Fruchtreife sowie Inhaltsstoffe und Heilwirkungen. Und das wichtigste: die insgesamt 270 Fotos machen ein Bestimmen der Wildpflanzen auch möglich.

Um eine unbekannte Pflanze zu bestimmen, gibt es im Buch zwei praktische Systeme zum Auffinden: eines nach Blattform, das andere nach Blütenfarbe, was dieses Büchlein zu einem wertvollen Nachschlagewerk macht.

Zu jeder vorgestellten Pflanze werden mögliche Verwechslungsgefahren genannt. Zusätzlich werden am Ende des Buches die häufigsten Giftpflanzen kurz vorgestellt.

Buchbestellung beim Kopp-Verlag

3 Antworten zu “Giersch

  1. Pingback: Waldspaziergang & Wildkräuter sammeln | feiertäglich...das schöne Leben

  2. Pingback: Heilmittel zum Leben | Edgar-Cayce-Blog

  3. Pingback: Wiesen, wo wir uns treffen… | heilungs-biotop und kraft der natur

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s