Pflanzenportraits

Hier entsteht eine Sammlung von Portraits über Wildpflanzen, die sowohl eine ausführliche Bilddokumentation als auch Informationen zu Vorkommen und besondere Eigenschaften der Pflanzen und natürlich zu Verwendungsmöglichkeiten beinhaltet. Wer pflanzenartspezifische Literatur sucht, wir am Ende des betreffenden Pflanzenportraits eventuell bei den vorgeschlagenen Lesetips fündig.

Pflanzen kennenzulernen ist ein Erlebnis für sechs Sinne. Es reicht nicht eine Pflanze nur auf dem Foto anzuschauen, denn je nach Standort und gegebenfalls Unterart kann es verschiedene Varianten von ein und derselben Art geben, z.B. gezähnte und ungezähnte Blätter beim Löwenzahn. Zusätzlich sind Standort, Duft und Tastsinn auschlagebende Erkennungshilfen, sowie ggf. der Geschmackssinn. Um eine Pflanze richtig kennenzulernen ist es auch gut, sie sich im Jahresverlauf anzuschauen. Wie schaut sie beim ersten Wachsen im zarten Frühlingsgrün aus? Wie in der Blüte? Und wie die Frucht? (Wie im Winter?) Dies erleichtert das Erkennen und man kann sich die Standorte merken.

Hinweise zum Sammeln von Wildpflanzen

Bitte nur so viel zu sammeln, daß die Pflanze gut weiter leben kann, d.h. nicht zu viele Blätter von ein und derselben Pflanze, dasselbe gilt für die Blüten. Bedenke: Je mehr Blüten du pflückst, desto weniger Früchte gibt es später.

Außerdem ist es unbedingt ratsam, nur von Pflanzen zu sammeln, die man sicher bestimmen kann, um mögliche Schäden durch Verwechslungen auszuschließen.

Optimaler Zeitpunkt für das Sammeln: morgens/vormittags wenn noch der Tau an den Blättern hängt; oder natürlich nach einem reinigenden Regen oder Gewitter. Die Blüten vormittags, wenn sie sich geöffnet haben. Die Wurzeln im Frühjahr vor dem Höhenaustrieb oder im Herbst nach der Fruchtreife.

Die Pflanzen zu bitten ist auch immer schön, damit die Pflanze auf das Pflücken vorbereitet ist und uns ihr Bestes zu geben vermag.

Hinweis zur Wirkung von Phytowirkstoffen (Pflanzenwirkstoffen)

Rein pflanzliche, natürliche Produkte haben zwar nicht die Nebenwirkungen wie chemische Medikamente. Dennoch kann ein falscher Umgang mit bestimmten Pflanzen folgenschwer verlaufen. Dies gilt offensichtlich für giftige Pflanzenteile, aber ebenso kann dies auch für eßbare Pflanzen bei einer Überdosierung mit einer hohen Anzahl an Wirkstoffen gelten. Eine Überdosierung kann ähnlich gefährlich sein wie eine Überdosierung mit chemischen Medikamenten. Daher ist es ratsam nur solche Pflanzenteile zu verwenden, deren Wirkung man sicher kennt.

Das heißt nicht, daß man Angst haben soll, wenn man dem Neuen begegnet. Es bedeutet lediglich, daß man sich mit Sorgfalt an die Wildpflanzen herantasten sollte.

Verwandte Links:

Wildkräuterwanderungen – Wildpflanzenführungen in DE, OE & CH
Wildpflanzenbücher– Wildpflanzen sicher bestimmen und verwenden

Essbare Wildpflanzen

200 Arten bestimmen und verwenden

In Essbare Wildpflanzen vom AT Verlag sind die Wildkräuter nach der Form der Blätter sortiert, was sehr praktisch ist, da man die Blätter bei (nahezu) allen Pflanzen während der gesamten Wachstumsperiode findet. Zu jeder vorgestellten Pflanze gibt es eine Abbildung, an derer auch eine Bestimmung gut möglich ist. Auch ist am Ende des Buches eine Tabelle zur Erntezeit der jeweiligen Pflanzenteile beigefügt.

Sehr praktisch ist auch, daß am Ende des Buches kurz die wichtigsten Giftpflanzen vorgestellt werden, mit denen die im vorderen Teil des Buches vorgestellten eßbaren Wildpflanzen leicht verwechselt werden können. Hier wird genau beschrieben, wodurch sie von ihren Doppelgängern unterschieden werden können.

Mehr zum & vom Autor hier

Die Blütenapotheke

Über die Heilkraft von Lavendel, Veilchen, Rose und anderen eßbaren Blüten

Eßbare Blüten sind die idealen Dekorationsobjekte für Salate, Festtagsteller oder sonstige kunstvollen Gerichte. So wird im Handumdrehen jeder Teller zum Gourmet für Gaumen und Auge.

In der Blütenapotheke von Irene Dalichow werden verschiedene Blumen, Sträucher und Bäume vorgestellt und zu deren Blüten ein ausführliches Portrait zu Verwendung, Heilwirkung und Zubereitung gegeben. Umfangreiche Farbfotos sowie ein Register nach Krankheitssymptomen geordnet zum schnellen Finden runden dieses Buch ab.

Buchbestellung beim Kopp-Verlag

3 Antworten zu “Pflanzenportraits

  1. Einen schönen guten Tag!

    Mir ist eine Frage gekommen. Gerade wollte ich Wildkräuter in meinem Garten anpflanzen, doch mir ist nun hier im Ruhrgebiet davon abgeraten worden, hier Wildkräuter im allgemeinen nicht zum Essen zu verwenden, da die Böden hier schwer belastet und vergiftet sein mit unter anderem Schwermetallen. Wissen Sie etwas davon, sollte man lieber Wildkräuter aus anderen Regionen bestellen?

    Herzlichen Dank für eine Antwort und beste Grüße,
    Isabel

  2. Hallo Isabel,
    laß Dich nicht abschrecken!
    Mir ist von einer alten Kräuterfrau mitgeteilt worden, dass es Sinn macht, Kräuter und Pflanzen vor der eigenen Haustür zu ernten und zu verzehren, selbst, wenn der Boden oder die Luft belastet sein sollte. (Wer lebt von uns heutzutage eigentlich noch in unbelasteten Gegenden?!)
    Denn es ist ja auch Dein UmFeld; und die Pflanzen haben vielleicht schon Möglichkeiten gefunden die Gifte zu neutralisieren, bzw. sich anzupassen. Ich finde, es macht Sinn die Pflanzen aus der Region, anstatt aus irgendwelchen weit entfernten Gegenden zu essen.
    Gut gefallen hat mir auch, ihre Meinung, dass die Pflanzen, die Du benötigst den Weg zu Dir finden und vor Deiner Haustür auftauchen.
    Das tröstet mich immer dann, wenn eine Pflanze überhaupt nicht in meinem Garten gedeien will und immer wieder eingeht.
    Dadurch habe ich auch Pflanzen kennengelernt, die mir vorher fremd waren, wie z.B. den kriechenden Günsel (wegen dessen Internetrecherge ich gerade auf Deine Frage gestoßen bin).
    Allso, laß Dich nicht entmutigen und sammel die Pflanzen um Dich, die sich in Deinem UmFeld wohl fühlen.
    Herzliche Grüße,
    Anke Hoberg
    PS:
    Da fällt mir gerade noch etwas ein zu dem Thema. Ich habe mich öfter gefragt, warum ich gerade in so „kaputten“ Gegenden gelandet bin (z.Z. Hagen in Westfalen). Vielleicht ja um Heilarbeit zu leisten und wieder ein Gleichgewicht zu ermöglichen. Denn auch wir gelangen nicht ohne Grund an bestimmte Plätze; genau wie die Pflanzenschwestern und -brüder!

  3. Hallo lieber Autor.
    Danke für das Buch „essbare Wildpflanzen“. Wir entdecken gerade, was alles bei uns leckeres wächst, was bei unseren Nachbarn als Unkraut gilt. Wenn die wüssten, was ihnen alles leckeres entgeht.
    Liebe Leserin, lieber Leser.
    Schaut mal in eure Gärten, bevor ihr Löwenzahn und Co in die Biomülltonne werft.
    Wir suchen weiter und freuen uns darüber, was alles hier so wächst. Und das auch noch Bio und kost nix :-)
    Grüsse k.w.

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