Der Schmeil-Fitschen

Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder

Ein Buch zum Bestimmen aller wildwachsenden Arten und häufig kultivierten Gefäßpflanzen

schmeil-fitschenWer ein Buch sucht, womit er jede Pflanze bestimmen kann, ist hier richtig. Die einfache und übersichtliche Bestimmung aller wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen Deutschlands war bereits das Ziel der ersten Auflage und ist es bis heute geblieben. Die 95. Auflage ist systematisch auf dem neuesten Stand und wurde auf ganz Österreich, Liechtenstein, die Schweiz und Südtirol ausgedehnt. Das Buch beginnt damit zu erklären, aus welchen Teilen eine Pflanze besteht und in welcher Erscheinung die Pflanzenorgane auftreten können. Dieser Teil ist durchgehend mit Schwarzweiß-Zeichnungen bebildert und verzichtet, wo es nur geht, auf Fremdwörter. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit können dann die Bestimmungsschlüssel verwendet werden.

Es gibt einen Bestimmungsschlüssel zum Bestimmen der Hauptgruppen, je einen Schlüssel zur Bestimmung der Familien nach Blütenmerkmalen und nach vegetativen Merkmalen sowie einen Schlüssel zum Bestimmen der Gattungen und Arten. In den Schlüsseln wird man durch einfache Ja-Nein-Entscheidungen bis zu der entsprechenden Art geführt.

Der Schmeil-Fitschen erschien erstmals 1903 im Verlag Erwin Nägele, Stuttgart und Leipzig. Seinen Namen trägt es von seinen Begründern Otto Schmeil und Jost Fitschen. Seit 1906 erscheint es im Verlag Quelle & Meyer. Das Buch hat mittlerweile unter wechselnden Bearbeitern die 95. Auflagen erreicht. Es wurde in zahlreiche Sprachen und auch in die Blindenschrift übersetzt. Die Gesamtauflage beträgt mittlerweile mehr als 2,5 Millionen Exemplare.

Fazit: Bewährtes Standardwerk zur Bestimmung der einheimischen Flora in der 95. Auflage.

Gebunden, 18 x 11,8 x 4,6 cm, 919 Seiten, zahlreiche Abbildungen,
Preis: 32.95 EUR

Buchbestellung beim Kopp-Verlag

Über die Autoren

Bilder der Autoren einfügen

Otto Schmeil.

Otto Schmeil.

Otto Schmeil (geb. 1860 in Großkugel, gest. 1943 in Heidelberg) war ein deutscher Biologe, Pädagoge und Autor. Er gilt als Reformator des Biologieunterrichts. Sein botanisches Autorenkürzel lautet SCHMEIL.

Otto Schmeil schlug, wie sein Vater und Großvater, eine Ausbildung zum Lehrer ein. Er trat 1880 seine erste Stelle als Lehrer in Zörbig an, wo er seine Ehefrau Bertha Denck kennenlernte. 1883 ging er als Lehrer an die Volksschulen nach Halle (Saale), wo er Vorsitzender des örtlichen Lehrervereins wurde.  Nebenberuflich studierte Schmeil Biologie. 1891 wurde er mit einer Dissertation über Ruderfußkrebse in Leipzig bei Rudolf Leuckart mit „summa cum laude“ promoviert.

1894 übernahm Otto Schmeil die Rektorenstelle an der großen Wilhelmstädter Volksschule in Magdeburg. Dort unterrichteten 40 Lehrer 1400 Schüler. Hier begann er mit der Reform des naturgeschichtlichen Unterrichts, die ihren Ausdruck zum Beispiel in der Anlage eines Schulgartens. Schmeils Schulbücher für den Naturkundeunterricht verließen die bisherige morphologische Betrachtungsweise hin zu einem Beobachten der Natur und dem Entdecken kausaler Zusammenhänge. Hierzu war für ihn die Naturbeobachtung unabdingbare Voraussetzung.

Schmeil verließ den Schuldienst 1904, um sich stärker seiner Autorentätigkeit widmen zu können. Vom preußischen Kultusministerium erhielt er für seine Verdienste 1904 den Professorentitel verliehen. Den Rest seines Lebens war er als Fachbuchautor tätig. Zunächst ging Schmeil nach Marburg, dann nach Wiesbaden. 1908 zog er nach Heidelberg, wo er sich eine Villa im Schloß Wolfsbrunnenweg errichten ließ und wo ihm die Sammlung der Universität zur Verfügung stand.

Jost Fitschen (geb. 1869 in Brest, Kreis Stade; gest. 1947 in Altona) war Botaniker. Sein Autorenkürzel lautet FITSCHEN. Er war Volksschullehrer in Geversdorf bei Cuxhaven, dann in Neuhaus/Oste und Uphusen, später in Magdeburg, bevor er als Rektor eine Volksschule in Hamburg-Altona leitete. In Magdeburg gehörte er zum Kollegium der 1. Wilhelmstädter Volksschule, einer der größten Schulen Magdeburgs mit etwa 1.400 Schülern und mehr als 40 Lehrkräften.

Gemeinsam mit seinem Vorgesetzten, dem Lehrer der Naturwissenschaften Otto Schmeil, verfaßte Fitschen die Flora von Deutschland – Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der in dem Gebiet wildwachsenden und angebauten Pflanzen.

In Fachkreisen galt Fitschen als hervorragender Pflanzenkenner. Er erforschte unter anderem die Flora der Unterelbe, Adventivpflanzen, Süßwasseralgen, Brombeeren und Nadelbäume.

weitere Literaturempfehlungen:

Düll/Kutzelnigg – Taschlexikon der Pflanzen Deutschlands
Rothmaler – Exkursionsflora von Deutschland
Steffen G. Fleischhauer – Essbare Wildpflanzen
Unsere Gräser – Gräser erkennen und bestimmen
Markus Strauß – Selbstversorgung aus der Natur
Handbuch der Heilpflanzen – Ein umfangreiches Nachschlagewerk
Unsere 500 ältesten Bäume – Eine Reise durch Deutschland
Über den Wald und die Bäume – Bäume kennenlernen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s