Brennessel

Eine wahrlich großartige Pflanze, die Brennessel. Dies sagt bereits ihr vollständiger deutscher Name Große Brennessel.

Im deutschsprachigen Raum sind vor allem die Große und die Kleine Brennessel verbreitet. Diese unterscheiden sich in ihren Verwendungsmöglichkeiten praktisch nicht. Die weiteren in Mitteleuropa vorkommenen Arten Röhricht-Brennessel und Pillen-Brennessel können ebenso gegessen werden. Die Große Brennessel ist im Gegensatz zur Kleinen Brennessel, die einhäusig, dh. männliche und weibliche Blüten sitzen auf derselben Pflanze, ist, zweihäusig, dh. männliche und weibliche Blüten sitzen auf verschiedenen Pflanzen.

Junge Triebe der Großen Brennessel im April.

Verwendbare Pflanzenteile:

Männliche Blütenrispe der Großen Brennessel.

gesamte Pflanze

Blütezeit:

Mai/Juni bis Oktober

Blütenfarbe:

bräunlich grün

Wuchshöhe:

80 bis 150 cm (Große Brennessel)

30 bis 60 cm (Kleine Brennessel)

Wie kleine silberne Fäden ragen die Griffel aus den (weiblichen) Blüten bei der Großen Brennessel.

Wie kleine silberne Fäden ragen die Griffel aus den (weiblichen) Blüten bei der Großen Brennessel.

Hauptwirkstoffe:

in den grünen Teilen: reichlich Mineralstoffe, vor allem: Magnesium, Kalium, Eisen, Silicium (Kieselsäure); Vitamine A, C, E; Proteine und Flavonoide; in den Samen: 30% Fett, Vitamin E (bis 0,1%), Schleimstoffe und Carotinoide

Vorkommen:

Junger Brennesseltrieb Anfang April: ein wahres Kraftpaket.

Junger Brennesseltrieb Anfang April: ein wahres Kraftpaket.

auf feuchten, stickstoffreichen Böden

Geschmack:

ähnlich wie Spinat, jedoch aromatischer

Verwendung als:

als Spinat oder Saft; Wurzeln als Gewürz, wie Ginseng verwendbar; Pflanzenjauche

Heilwirkungen:

blutreinigend und stärkend aufgrund ihrer hohen Nährkraft; harntreibend; unterstützt Nieren, Galle und Leber; gut für Haut und Haar dank der reichlich vorhandenen Mineralstoffe, Sud zur Kopfhautreinigung;

Verwechslungsmöglichkeit:

besteht mit ähnlichaussehenden, ebenfalls eßbaren, aus der Familie der Lippenblütler stammenden Arten aus den Gattungen Hohlzahn, Taubnessel und Zieste. Diese haben jedoch eine auffallend andere Blütenform und besitzen keine Brennhaare.

Weitere Namen:

Donnernessel, Dunnernettel, Hanfnessel, Saunessel, Große Neddeln, Haarnessel, Rotes Feuer, Tissel, Zingel; franz.: ortie; engl.: stinging nettel; botanisch: Urtica dioica L. (Große Brennnessel),  Urtica urens L. (Kleine Brennnessel)

Teils aufgeblühtes Exemplar einer männlichen Großen Brennessel.

Ein Brennesselfeld am Wegesrand. Zahlreich hängen die Blütenrispen an den sich im Wind wiegenden Pflanzen.

Verwandte Links:

Brennessel-Spinat – Rohzept mit Brennesseln
Wildkräuterwanderungen – Wildpflanzenführungen in DE, OE & CH
Pflanzenportraits – Alles Wissenswerte über Wildpflanzen
Wildpflanzenbücher – Wildpflanzen sicher bestimmen und verwenden

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Eine Antwort zu “Brennessel

  1. eine sehr schöne Seite! Viele gute Tipps für Wildkäuter- und Naturliebhaber, vielen Dank!

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