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Bärlauch-Steckrüben-Salat

Nun ist es wieder soweit: Der Bärlauch wächst und sprießt auch hier im Norden. Ich esse ihn am liebsten frisch und habe mir überlegt, welche Zusammenstellung saisonaler und regionaler Gemüse mit dem Bärlauch harmoniert.

Zutaten:

  • 1 große Möhre
  • 1 Stück Steckrübe (etwa so groß wie die Möhre)
  • 4 EL Sauerkraut
  • 2 Hand voll Feldsalat
  • 1 Hand voll Bärlauch
  • 1 EL Walnußöl
  • 1 Portion Liebe

Zubereitung:

Die Möhre und die Steckrübe feinraspeln. Das Sauerkraut, den Feldsalat und den Bärlauch geschnitten untermischen und mit Walnußöl abrunden. Das Verhältnis von Möhre und Steckrübe kann auch beliebig variert werden.

Bärlauch-Steckrüben-Salat.

Bärlauch-Steckrüben-Salat.

Sammeln am Hang

Kommst du entlang
In der Stadt
Am schönen Hang
Siehst Wildkräuter du satt
Kannst ohne Bang sie pflücken
Sie sind zu deinem Verzücken

Böschungen bieten auch in Siedlungen eine Möglichkeit an frisches Wildgrün zu gelangen, da Hunde hier nicht flanieren.

Der Wegerich

Im Wald am Wegesrand
In unserem schönen Land
Wächst breit und spitz
Verwegen und kühn
Im Verbund des Grün
Hat er seinen Sitz
Gemeint ist freilich
Der heimische Wegerich

Breitwegerich mit Fruchtständen vom Vorjahr.

Verwandte Seite

Portrait zum Wegerich

Die Honigbiene summt ihr Lied

Ein Bienchen zieht seine Bahn
Landet anmutig auf dem Löwenzahn
Läßt sich nieder
Auf gelbe Fieder
Gewinnt all seine Kraft
Aus der Blüte Saft

Eine Biene sammelt Blütennektar vom Löwenzahn. Es ist sehr schön der gelbe Blütenstaub in den feinen Härchen der Biene zu erkennen. Zum Vergrößern Bild anklicken.

 

Der Parfümeur

Heute möchte ich von einer Duft-Klang-Meditation der besonderen Art berichten:

Gedunkelt der Raum

Gediegen der Traum

Geruhsam die Musik

Erhaben der Kritik

Erloschen die Gedanken

Die Sinne Wanken

Der Duft entfaltet

Das Gefühl gestaltet

Was für ein Erlebnis auf der Lebensfreudemesse, einen echten Parfümeur zu erleben, der die Düfte noch mit Leidenschaft und in Handarbeit herstellt. Seine Düfte sind einfach ein Traum. Jeder ist für sich einzigartig, so einzigartig wie ein Gedicht. Er extrahiert die Düfte in seinem Labor und läßt sich dabei durch sein inneres Gefühl und natürlich seiner Nase leiten, seinem wichtigsten „Arbeitsgerät“. Er lebt größtenteils in Hamburg und bietet die Möglichkeit an, bei einem persönlichen Treffen individuell ein Parfum nur für einen selbst zu erstellen.

Echte Parfümeure gibt es nur noch sehr wenige auf der Welt und nur eine Hand voll von ihnen arbeitet als selbständige Künstler, dessen Berufung die Schaffung lebendiger Düfte ist. Leider hat er keine Weltnetzpräsenz, er kann jedoch wie folgt erreicht werden:

par fumar -Die reisende Duftwerkstatt
Rashid al-Attar
par_fumar@yahoo.de
IMG_7068_02

Der Parfümeur mit seinem Stand und den Parfums.

Das Parfüm von Patrick Süskind

Dabei erinnerte ich mich an den Roman Das Parfum von Patrick Süskind, den ich vor Jahren las: Der Junge Jean-Baptiste kommt unter widrigen  Umständen im Paris des 18. Jahrhunderts zur Welt. Er ist  mit einer  besonderen Gabe gesegnet. Seine  Nase ist so fein und scharfsinnig, daß er die feinsten Nuancen in den Gerüchen zu erkennen vermag. In einer Szene kommt Jean Baptiste in den Laden eines der beiden berühmtesten Parfümeure von Paris und kreiert dort aufgrund seines Talents einen Duft, der selbst den Meister zu tiefst beeindruckte. Er stellte diesen Duft zusammen ohne jegliche Ausbildung, er wußte nicht wie die Zutaten hießen oder wie man mit den Geräten richtig umgeht. Er mischte frei seiner inneren Eingebung folgend einfach die Komposition zusammen, ganz zur Verwunderung des Meisterparfümers.

Leider hatte seine Hochsensibilität eine für ihn äußerst verhehrende Nebenwirkung. Die Reizüberflutung machte ihn wahnsinig. In seiner Verzweiflung flieht er aus der Stadt und findet in der Einsamkeit auf dem Land zu den Gerüchen der Natur und in einer leeren Höhle zu sich selbst, d.i. er entdeckt seinen eigenen Geruch, das heißt er findet sein eigenes Ich. Der Protagonist im Roman schafft es schließlich seine Begabung in einen Schöpfungsprozeß zu wandeln, er wird der größte Parfümeur. Leider stieß Jean-Baptiste aufgrund seines Anders-Sein bei seinen Mitmenschen nur auf Intoleranz und Ablehnung, bisweilen sogar Haß. Daher entwickelte sich in ihm selbst eine Aversion gegen die Menschheit. Man kann schon fast sagen er wurde wahnsinnig. Der Roman beschreibt somit, wie ein hochsensibler Mensch durch seine Andersartigkeit, seine andere Sichtweise auf Ablehnung stößt und letztendlich aus seiner Liebe gerissen wird. Doch sein Leben ist geprägt davon den größten Duft aller Zeiten zu entwickeln, um sich selbst zu verwirklich und so auch Anerkennung zu erlangen. Deshalb fand ich den Roman damals aufgrund der tiefgreifenden Beschreibung der historischen Lebensverhältnisse und des Lebensweges des Protagonisten fesselnd.

Der Bär-Lauch

Über das Wirken eines besonderen Krautes, dem Bärlauch:

wo im märze im wald
das lied der vögel hallt
ruht die zwiebel stille
und unter der bäume deckung
kommt ein sproß zur streckung
erst noch in zarter hülle
hebt empor auf einem schlauch
sich das junge lauch
es wächst gar schön
hoch in bergigen höh’n
hoch im weiten norden
schmückt manchen orden
schlägt in die flucht
so manchen wicht
steigt ihm ins gesicht
mit ungeheuerlicher wucht
des krautes würze
der sproß in kürze
zur blume gediehen
tage vorüberziehen
was in ihm steckt
wird nunmehr geweckt
die kraft des bären
will sich gebären
formen will sich er
heilung seiner hehr
kraft ist uns geschenkt
das rad gelenkt

Vielfach wird vor Verwechslungen mit dem Aronstab, der Herbszeitlose oder dem Maiglöckchen gewarnt. Auf den Fotos seht ihr den jungen und etwas reiferen Bär-Lauch, unverwechselbar ist auch sein lauchiger Geruch beim Aufbrechen der Zellstrukturen, z.B. durch Reiben.

Erste Bärlauchsprossen im März.

Bärlauchfeld im April.

Sauerampfer

Auf der Elbe fährt der Dampfer.

Neben ihr auf der Au

Wissen wir ganz genau,

Wächst der Sauerampfer.

Sauerampfersprossen.

Auf dem Foto ist sehr schön die pfeilförmige Form der Blätter zu erkennen, die ihn von seinem großen „Bruder“ unterscheidet.

Himmel und Hölle

Es gibt da ein Frucht, bei deren Begegnung man sowohl Himmel als auch Hölle auf Erden verkörpert erleben kann; so sagt man.

Der Duft massiv
Wie die Hölle tief
Abgestandene Käsefüß‘
So verschworren süß
Hängt im großen Raum
Ergießender Zaum
Gellt in den Nasen
Nicht kann wegblasen
Mancher gar meint es stinkt
Doch der Duft jeder Zelle winkt
Wenn durch verschlossene Türen
Noch die Nasen küren
Diesem Ereignis arges Unheil
Doch die Frucht bietet feil
Ihren inneren gelben Leib
Er ist aller Treib
Wer ihn kennt
Himmlich ihn nennt
Wie Pudding kremig
Geradezu sämig
Lieblich die Vanille
Durchstößt die Stille

Außen ist sie stachelig und dornig, daher auch ihr Name Dur(ia)n.

Durian im Ganzen.

Innen erfreut die Durian unsere Gaumen.

Geöffnete Durian.

Bei der Sauna

Wohlig warm ists in der sauna
Ins schwitzen kommt frau da
Klitschenaß
Ja was ist denn das
Schnell die dusche suche ich
Dabei bin ich so nackelich
Rubbel rubbel trocken ist die haut
Jauchzend juchee ist der laut
Noch einmal hinein
Im warmen dabei zu sein
Die händlein
Die äuglein
Das rechte bein
Das linke bein
Das wadenbein
Das jochbein
Das brustbein
Berühre ich fein
Einfach dasein
Du und ich dein und mein

Heimische Äpfel

heimische äpfel heimischer kohl
genossen zu jedem feste
ob jung oder alt
so ists selbst
im tiefsten winter nicht zu kalt
heimische äpfel heimischer kohl
so gehts uns wohl

holde wal- und haselnüsse
reichlich findest sie
in des herbstes sonnenschein
sind nicht nur des eichhorns born
schmecken auch allen kindern enorm
walnüsse haselnüsse
gar wie zärtliche küsse

es thront die eiche
hoch im auenwald
ihre frucht ganz wunderbar
schmackhaft herzhaft beinah süß
so sie wächst gar tausend jahr
die deutsche eiche
auch dem stärksten sturm nicht weiche

auf der wiese wunderfein blüht das gänseblümelein
jahr ein jahr aus in jedem lenze
schmückt sein haar mit der blume kränze
sich ein jedes mädel ebenso
ihr duft entzückt die hummel gar so froh
gänseblümchen schauen nicht nur lustig drein
sie schmecken auch lieblich fein