Kornelkirsche

Die Kornelkirsche, auch Herlitze oder Gelber Hartriegel, ist ein beliebter Zierstrauch und ist oftmals verwildert. Daher ist er in Deutschland recht häufig anzutreffen. Seine natürliche nördliche Grenze stimmt in etwa mit dem Übergang vom Mittelgebirge zum Tiefland überein.

Die Kornelkirsche ist ein Frühblüher. Ihre goldgelben Blütendolden erscheinen oft schon im Februar, weit vor dem Laubausbruch. Die Laubblätter tragen unterseits weiße Haarbüschel und deren Rippen verlaufen im Bogen auf jeder Blatthälfte. Die etwa zwei Zentimeter langen kirschroten Steinfrüchte sollten nur vollreif geerntet werden, wenn sie dunkelrot sind und fast von alleine vom Zweig fallen. Vorher sind sie sehr sauer. Sie reifen ab August/September und können dann alle paar Tage nach und nach geerntet werden.

Noch grüne Früchte der Kornelkirsche.

Verwendbare Pflanzenteile:

Blätter, Blüten und Früchte

Blütezeit:

Februar/März

Blütenfarbe:

gelb

Beinahe ausgereifte Frucht.

Fruchtreife:

August/September

Wuchshöhe:

Baum oder Strauch von 4 bis 8 m

Hauptwirkstoffe:

in den Früchten: verschiedene Kohlenhydrahte, Gerbstoffe, organische Säuren, Anthocyane, B-Vitamine, Vitamin C und E

Vorkommen:

in lichten Eichenwäldern und sonnigen Gebüschen und an den Rändern der Laubwälder; oft als Zierstrauch angepflanzt

Sich öffnende Blüten Ende Februar.

Sich öffnende Blüten Ende Februar.

Sich öffnende Blüten Ende Februar.

Sich öffnende Blüten Ende Februar.

Geschmack:

Die reifen Früchte sind süß bis johannisbeerartig, Blätter und Blüten fruchtig.

Verwendung als:

Früchte als Tafelobst oder Weiterverarbeitet zu Mus, Kaltauszug aus Blättern und Blüten

Heilwirkungen:

Früchte adstringierend und fiebersenkend; Blätter äußerlich angewandt als Wundumschlag oder Salbe (auch bei Krampfadern)

Verwechslungsmöglichkeit:

besteht evtl. mit anderen Hartriegelarten, die teilweise unbekömmlich sind. Die Blüten bzw. die Früchte erleichtern die Bestimmung jedoch erheblich. Der Rote Hartriegel bspw. hat weiße Blüten und schwarze Beeren, die roh kaum genießbar sind.

Weitere Namen:

Gelber Hartriegel, Herlitze, Dürlitze, Hirlnuss, Dirndl, Dirndling, Dirndlstrauch, Gelber Hornstrauch, Pfeifenstrauch, Corneliuskirsche, Cornille, Kornelle, Erlitze, Hörlitze (Thüringen), Krakebeere, Krankenbeere, Knüten (Mecklenburg), Welsche Kirsche, Hornkirsche, Ziserle, Zisserle (Franken), Beinholz, Cornelbaum, Cornelkirschenbaum, Kurbeerbaum, Dierleinbaum, Dörnlein, Horlizgenbaum, Cörnerbaum, Körnerkirsche, Görnelkirsche, Tierleinbaum, Tierlistrauch; franz.: cornouiller mâle, cornouiller sauvage; engl.: European Cornel, Cornelian Cherry; botanisch: Cornus mas L.

Blüte der Kornelkirsche.

Laubblätter der Kornelkirsche.

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Sehr praktisch ist auch, daß am Ende des Buches kurz die wichtigsten Giftpflanzen vorgestellt werden, mit denen die im vorderen Teil des Buches vorgestellten eßbaren Wildpflanzen leicht verwechselt werden können. Hier wird genau beschrieben, wodurch sie von ihren Doppelgängern unterschieden werden können.

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3 Antworten zu “Kornelkirsche

  1. Guten Tag, kennen Sie schon die Bücher „Wildpflanzen“ und „Meine neuen Wildpflanzen-Rezepte“ von Celia Nentwig?
    LG
    Reni

  2. Bei uns (München) ist die Kornelkirsche dieses Jahr schon im Januar erblüht (29.1.2016). Kann das jemand unterbieten? :-)
    LG

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