Fingerhut

Der Fingerhut ist eine wichtige Heil- und Giftpflanze. Deren Anwendung sollte jedoch Kundigen überlassen werden, da sie auch in geringen Dosen hochwirksam ist und zu Herzrhythmusstörungen bis hin zu Herzstillstand führen kann.

Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit den verwendbaren Borretsch und Beinwell.  Deren Blätter sind jedoch rau und borstig und nicht glatt wie beim Fingerhut. Auch besteht vor der Blüte eine große Ähnlichkeit mit der Königskerze.

Die Blattrosette erscheint im ersten Jahr. Die Blätter sind samtig behaart.

Der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea L.) ist eine zweijährige krautige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sich am Grund eine Blattrosette. Erst im zweiten Jahr schießt er mit einer bis zu zwei Meter hohen Sproßachse gen Himmel und lädt mit seinen leuchtenden Blüten Hummeln zu sich ein. Dabei scheinen die Blüten genau für die fliegenden Nektarsammler geschaffen zu sein. So passen sie genau in den Blütenkelch, an denen sie landen und hineinklettern, so daß wir, falls wir das Schauspiel beobachten, von der emsigen Hummel nur mehr ihr Brummen vernehmen, das kurzzeitig leiser geworden ist, während die Hummel im Innern des Blütenkelches den Nektar einsammelt.

Herzmedizin für den Wald: Wo Waldlücken klaffen wächst er, als wolle er das Herz des Waldes behutsam schützen und stärken.

Ein abgelöster Blütenkelch hängt am Griffel der heranreifenden Kapselfrucht.

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