Taubnessel

Blüte der Weisen Taubnessel.

Aufgrund des in den Blüten der Taubnessel reichlich gebildeten süßen Nektars ist sie vom Frühjahr bis zum Herbst Anziehungspunkt für nektarsammelnde Bienen, wovon auch der früher sehr verbreitete Name Bienensaug zeugt. Die Taubnessel gibt es in verschiedenen Arten: Weiße Taubnessel, Purpurne Taubnessel, Goldnessel und Silberblättrige Taubnessel. Sie unterscheiden sich in Geschmack und Verwendungsmöglichkeiten nicht. Lediglich in ihren Vorlieben an den Standort unterscheiden sie sich minimal. Allesamt bevorzugen sie nährstoffreiche Lehmböden an halbschattigen Plätzen.

Süßer Nektar wartet auf die Hummeln und andere Bienen.

Süßer Nektar wartet auf die Hummeln und andere Bienen.

Verwendbare Pflanzenteile:

Purpurne Taubnessel in der Draufsicht.

alle Pflanzenteile

Blütezeit:

April/Mai bis September/Oktober (je nach Art)

Blütenfarbe:

weiß, goldgelb, purpur (je nach Art)

Wuchshöhe:

30 bis 70 cm (je nach Art)

Hauptwirkstoffe:

Kalium, Phosphor, Calcium, Bor, Eisen, Magnesium, Kupfer, Zink, Schwefel, ätherische Öle, Flavonoide, Schleim- und Gerbstoffe

Junger Trieb der Silberblättrigen Taubnessel.

Vorkommen:

auf nährstoffreichen Lehmböden in Hecker oder Waldrändern

Geschmack:

Die grünen Teile haben ihren eigenen typischen milden Geschmack. Die Blüten sind honigsüß.

Verwendung als:

als  Salat und Kaltauszug oder Saft; Blüten als Dekoration oder süße Nascherei; Wurzeln ab Herbst als Gemüse; Die Samen kann man sammeln, um im Winter Keimlinge zu ziehen.

Heilwirkungen:

belebend, entzündengshemmend, antibakteriell, blutstillend, verdauungsfördern, schleimhautschützend, harntreibend

Verwechslungsmöglichkeit:

besteht mit einigen, ebenfalls eßbaren Arten der Hohlzähne (Galeopsis spec.), Zieste (Stachys spec.) und und anderen Taubnesseln und den nicht näher verwandten Brennesseln (Urtica spec.) und ggf. mit der auffällig unangenehm riechenden Schwarznessel (Ballota nigra L.), die die gleiche Blütenform jedoch einen anderen Blütenstand besitzt.

Zur Abgrenzung zum Wald-Ziest:
Waldziest schmeckt und riecht sehr eigen, ist sehr aromatisch, herb und bitter. Auch als pilzartig wird das Aroma beschrieben. Der Geruch wird meist als weitaus angenehmer als der Geschmack beschrieben. Er riecht schon sehr intensiv, ohne ihn zu berühren. Auch eine zitronige Note habe ich im Geruch schon ausgemacht.
Die Taubnessel ist eher mild bzw. arm im Aroma, wird aber auch als pilzartig beschrieben.

Weitere Namen:

Ackernessel, Bienenhütel, Bienensaug, Blumennessel, Daunettel, Saunessel, Falsche Brennessel, Honigblom, Kuckucksnessel, Milder Nessel, Nettel, Sügerli, Sugblom, Tote Nessel, Weisse Nessel, Zahme Essle, Zahme Nessel; franz.: Lamier; engl.: deadnettle; botanisch: Lamium spec. L.

Silberblättrige Taubnessel mit hellgrünen Austrieben.

Die Gefleckte Taubnessel hat eine gefleckte „Unterlippe“ (unterer Teil der Blüte).

Verwandte Links:

Wildkräuterwanderungen – Wildpflanzenführungen in DE, OE & CH
Wildpflanzenbücher– Wildpflanzen sicher bestimmen und verwenden

Essbare Wildpflanzen

200 Arten bestimmen und verwenden

In Essbare Wildpflanzen vom AT Verlag sind die Wildkräuter nach der Form der Blätter sortiert, was sehr praktisch ist, da man die Blätter bei (nahezu) allen Pflanzen während der gesamten Wachstumsperiode findet. Zu jeder vorgestellten Pflanze gibt es eine Abbildung, an derer auch eine Bestimmung gut möglich ist. Auch ist am Ende des Buches eine Tabelle zur Erntezeit der jeweiligen Pflanzenteile beigefügt.

Sehr praktisch ist auch, daß am Ende des Buches kurz die wichtigsten Giftpflanzen vorgestellt werden, mit denen die im vorderen Teil des Buches vorgestellten eßbaren Wildpflanzen leicht verwechselt werden können. Hier wird genau beschrieben, wodurch sie von ihren Doppelgängern unterschieden werden können.

Mehr zum & vom Autor hier
Buchbestellung beim Kopp-Verlag

Die Blütenapotheke

Über die Heilkraft von Lavendel, Veilchen, Rose und anderen eßbaren Blüten

Eßbare Blüten sind die idealen Dekorationsobjekte für Salate, Festtagsteller oder sonstige kunstvollen Gerichte. So wird im Handumdrehen jeder Teller zum Gourmet für Gaumen und Auge.

In der Blütenapotheke von Irene Dalichow werden verschiedene Blumen, Sträucher und Bäume vorgestellt und zu deren Blüten ein ausführliches Portrait zu Verwendung, Heilwirkung und Zubereitung gegeben. Umfangreiche Farbfotos sowie ein Register nach Krankheitssymptomen geordnet zum schnellen Finden runden dieses Buch ab.

Buchbestellung beim Kopp-Verlag

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s