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Ein Vergißmeinnicht

Es blüht ein Vergißmeinnicht
Im warmen Sommerlicht
Dort drüben auf der Wiese
Steht stolz sie wie ein Riese

In ihrem grünen Sammetkleid
Habe ich sie stehen sehen
Von allen war sie die schönste Maid
Meine Liebe wollt‘ ich ihr gestehen

Blühendes Acker-Vergißmeinnicht.

Blühendes Acker-Vergißmeinnicht.

Deine Augen, der Liebe glückliches Kind
Sie wiegen sich im lauwarmen Wind
Nach der Sonne halten sie Schau
In ihrem immertreuen Blau

Zu allen Zeiten schmücket dich
Ein Mal, ein rundes Ding
So schön, so schön für mich
Trägst du den goldenen Ring

Es blühen die Blumen all‘ so schön
Doch habe ich die allerschönste auserseh’n
Es blüht ein Vergißmeinnicht
Im warmen Sommerlicht

Die Welt ist ein Gedicht

Die Welt ist ein Gedicht
Zeigt uns ihr Gesicht
Im Sonnenschein
Sowie im Zusammensein
Auch im Blütenduft
Fliegt durch die Luft
Der Schöpfung Hauch
So ist uns auch
Das Licht gegeben
Daß wir streben
Das Gedicht zu leben
Ein eigenes hinzuzugeben

Zwei Rosenblüten im Sonnenlicht künden von der Schönheit der Welt.

Vier Rosenknospen, die blühen wollen. In der Mitte ist eine bereits verblühte Blüte zu erkennen.

Der Sonne Schein

Nach wohliger Nacht noch bin ich bei dir
ich fühle mich sicher denn hier sind wir
du stehst vor mir ich sehe deinen Rücken
deine goldenen Haare mich sie verzücken
möchte ich dein Herz an meines drücken
mit dir diesen neuen Tag zusammen pflücken
denken wir nicht an gestern oder morgen
wir fühlen uns mutig und geborgen
nicht nur ist uns diese wohlige Wonne
auch erheizt dies unser aller Sonne
zurück zur Erde ihr liebender Schein
erfüllt mit Wärme das irdische Sein.

Wenn Sternlein singen

Wenn die Sternlein singen
und die Vögel dabei klingen
wärmendes Licht zu uns dringt
und unser Herz höher springt
weiße Wolken ziehen vorbei
lichte Gedanken fliegen herbei
selige Ruhe in uns kehrt ein
Freude wird uns geboren sein
im Herze wohnt großes Glück
des Ganzen ein schönes Stück
mit Dir in zärtlicher Liebe geteilt
in Herz und Geist es ewig weilt

Was sind die Sterne auf der Erde? Es sind die Blumen und Blüten, die die Wiesen und Felder farbenfroh erleuchten, wie die Sterne das nächtliche Himmelszelt.

Blaustern, der durch einen Zaun lugt.

Wonniger Morgen

die goldene sonne strahlt, der blaue himmel lacht
ich strecke mich noch einmal, langsam bin ich erwacht
ich drehe mich hin zu dir und flüstere in dein ohr
zärtliche liebesworte. engel singen im chor

wir liegen hier im bett
und schlummern noch so nett
in den weichen kissen bei dir
mit dem wissen vom hier und wir
fühlen wir einander arm in arm
spüren uns wird ganz warm

leise lassen wir uns durch liebesworte betören
daß wir die anderen dinge nicht mehr hören
deine augen suchen mich und erzählen mir
ich habe gut geschlafen neben dir

Der Frühling erwacht

Passend zum 1. März ein Frühlingsgedicht.

Der Frühling erwacht
An Dich
Habe ich gedacht
Fröhlich
Drum ist das Gemüt
Heiter
Die Pferde im Gestüt
Weiter
Kreisen nun die Gedanken
Schon bald
Kennen sie keine Schranken
Es hallt
Des Frühlings Klang
Der Fink
Kündet seinen Sang
Ein Wink
Den Wald durchströmt

Die Tiere er verwöhnt
Welch‘ Wonne
Die Kräuter sprießen
Der Sonne
Warme Strahlen gießen
Uns Leut‘
Den reichlich Kühnen
Es freut
Möge es grünen
Dir
Reiche ich die Hand
Wir
Rennen ins neue Land

Bei Temperaturen um die 10 Grad und Sonnenschein wird man einfach inspiriert. Die ersten Blumen, wie Krokusse und Schneeglöckchen blühen bereits, wie hier unter den Apfelbäumen aus dem Gedicht Im Januare.

Violettes Krokusmeer unter Apfelbäumen.

Auch am Wegesrand, im Wald und auf Wiesen erstarkt das Grün zunehmend. Wie hier die würzige Knoblauchsrauke.

Junge Triebe der Knoblauchsrauke. Junger Löwenzahn im Hintergrund.

Zweisamkeit

es wirft der liebe hellster schein
einen schatten auf mein bein
doch der frohsinn ungeschwärzt
sitzt fest in meinem herz
denn ohne leid und schmerz
frohlockt des erwachten scherz

besonnen da wie hier
treffe ich einen stier
geh ich des weges hin
so frage ich ihn worin
sich bietet ein korn weisheit
in der reinheit der freiheit
so sehr sich reihend
die gefühle gedeihend

wo wir nicht fühlen des anderen sinn
kommt einsam daher der waffen speer
immer mehr muß ich gehen
zu meinem ersehnten begehren
ist der sterne große pracht
viel mehr noch als des geistes macht
so gibt die zeit zu zweit
so viel wärmende freud

Bei der Sauna

Wohlig warm ists in der sauna
Ins schwitzen kommt frau da
Klitschenaß
Ja was ist denn das
Schnell die dusche suche ich
Dabei bin ich so nackelich
Rubbel rubbel trocken ist die haut
Jauchzend juchee ist der laut
Noch einmal hinein
Im warmen dabei zu sein
Die händlein
Die äuglein
Das rechte bein
Das linke bein
Das wadenbein
Das jochbein
Das brustbein
Berühre ich fein
Einfach dasein
Du und ich dein und mein

Das Herz so weit

Hier das zweite Gedicht in der Herzreihe.

das herz so weit
die arme bereit
der atem tief
die stimme rief
die knie weich
das antlitz bleich
die hände geben
der haut erleben
die muskeln zucken
die beine rucken
der zweifel geht
die spannung lädt

Die Verse sprechen eigentlich für sich. Kurz gesagt wird beschrieben, wie das Herz sich öffnet und bereit macht zu empfangen. Dabei durchströmt eine Energie den Körper, die ihn erzittern bzw. zucken läßt auf angenehme Weise. Letztendlich werden Zweifel, die von Vergangenem herrühren, abgeworfen und hinter sich gelassen.