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Die Welt ist ein Gedicht

Die Welt ist ein Gedicht
Zeigt uns ihr Gesicht
Im Sonnenschein
Sowie im Zusammensein
Auch im Blütenduft
Fliegt durch die Luft
Der Schöpfung Hauch
So ist uns auch
Das Licht gegeben
Daß wir streben
Das Gedicht zu leben
Ein eigenes hinzuzugeben

Zwei Rosenblüten im Sonnenlicht künden von der Schönheit der Welt.

Vier Rosenknospen, die blühen wollen. In der Mitte ist eine bereits verblühte Blüte zu erkennen.

Das Licht der Welt

Ein wunderschönes Gedicht darüber, wie die Wahrnehmung des Lichts in einem selbst und die Öffnung des Herzens für die Mitmenschen einen zum Träger und Sender desselbigen Lichts werden läßt.

in mir strahlt das licht der welt
ich fühle die sterne am himmelszelt
ich sehe einen schwarm vögel fliegen
und wie die wolken vorüberziehen

ich schließe dich in meine arme
ich flüstere sachte deinen namen
ich führe dich zu meinem herzen
es übertrifft jedes erblüh’n im märzen

ich spüre deine wärme in mir steigen
sie läßt mich die kraft des herzens zeigen
sie läßt mich auf liebe eingestellt
durch mich strahlt das licht der welt

Das Ich spürt, wie das Licht der Welt in ihm strahlt und es wärmt. Dabei macht es die Sterne als mögliche Quelle aus. Die fliegenden Vögel verkünden die Freiheit der Seele und die ziehenden Wolken künden Veränderung an, neuen Wind. In der zweiten Strophe nimmt das Ich seinen Nächsten in die Arme, erkennt ihn und öffnet sein Herz. Es stellt dabei fest, daß das Frühlingserblühen allein das Herz bei weitem nicht derart tief berühren kann. In der dritten Strophe nimmt das Ich die Veränderung in sich selbst wahr; es fühlt eine Wärme in sich, die es in Liebe sein läßt. Und schließlich wird es zum Träger dieses Lichts.

Wir können in obigen Gedicht auch den Dreiklang wiedererkennen, der uns aufzeigt, wie eine liebevolle Welt gelebt werden kann. Es sind nämlich jeweils in den Strophen 1, 2 und 3:

  1. Das In-die-Natur-gehen; sich mit der Natur, d.i. die Schöpfung auf der Herzens- bzw. der Seelenebene verbinden. (Mit der Schöpfung)
  2. Zusammen den Weg gehen; die Herzen verbinden. Warum wohl drückt man sein Gegenüber bei der Begrüßung ans Herz?   (Mit Schöpfern)
  3. Auf liebevolle Art und in Liebe selbst zur Quelle des Lichts  werden bzw. in Liebe selbst etwas schaffen; seine Gabe der Welt geben. (Schöpfen)

Goldener Kelch

Auf den goldenen Kelchen

Spiegelt sich das Veilchen

Spielt für sich ein Weilchen

Hat es Mut? Wenn, welchen?

Veilchen in der Märzsonne.

Heikle Arbeit

die Hände die flinken
sie tippen ohne zu hinken
streichen die Tasten sanft
schenken dem Texte Glanz
geben der Worte Sinn
lenken zum Ziele hin

am Kinn die schönen Finger
sich formen vielerlei Dinger
im Geiste auf weiten Breiten
beleuchtet von allen Seiten
was wahrhaft klirrt
was wichtig wird

stützt der Arm den Kopf
sinnt der goldene Schopf
hallt ein Räuspern, ein Schnaufen
versunken in Gedanken ein Raufen
lenkt ein Ziehen, ein Klick
bald ist fertig der Trick

Warum ist dieser Artikel mit Spiritualität gekennzeichnet?

Oben wollen sich im Geist geformte Konstrukte (wie Wörter) verwirklichen. Der Geist ist rege und im Schaffensprozeß – der Geist tut etwas.

In Spirit-Uali-Tät steckt der Geist (spiritus) und die Tat, verbunden durch Uali, gesprochen Wali (Das Lateinische kennt weder w noch u), also die Wahl. Spiritualität bedeutet demnach der Geist wählt die Tat/Tätigkeit; tun wiederum bedeutet eine Handlung ausführen. Spiritualität beinhaltet also nicht nur bloße Geistesarbeit, sie beinhaltet ebenso das Tun; also das Durchführen von Handlungen, die sich der Geist erdacht hat. Dabei entscheidet sich der Geist bewußt für das Tun, für das Schaffen, das Erschaffen.