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Die kleine Maus (zweiter Teil)

Hier die Fortsetzung des ersten Teils:

Aus der Ruhe steigt empor
Still und leis‘ ein Keim hervor
Er ist es, der ins Bewußtsein dringt
Dem Mäuschen vom Leben singt

Das Denken ihm beschwingt
In ihm die Schönheit erklingt
So kommt die Maus um hinauszuspringen
Will ihr Glück in die Welt aussingen

Sieht in ihrem Inneren ein Sein
Das kam hervor im lichten Schein
Erkennt der Keim schon lange war
Tief in ihr gewurzelt unscheinbar

In der Ruhe erst kam er zu ihr
Brachte ihrem Atem Gier
Schenkte der Maus Trauen und Kraft
Geworden ist ihre Welt fabelhaft

Das Wort Gier hatte nicht immer den negativen Beigeschmack den es heute hat. Es wurde vielmehr als seelische Grundkraft verstanden ohne eine Gewichtung auf die Stärke des Verlangens, also als ein Bedürfnis der Seele. (siehe auch unter Gier im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm)

Die kleine Maus (erster Teil)

Im lichten Mondesschein
Irrt umher die kleine Maus
Im großen weiten Haus
In ihrer Hast stößt sie um den Wein

O welche Schrecken
Plagen nun die arme Maus
Im großen weiten Haus
Sind auf einmal lauter rote Flecken

Die Maus rennt davon geschwind
Schlüpft im fernen Winkel in ein Loch
Im großen weiten Haus sie sich verkroch
Doch noch folgt ihr der Wind

Der Wind erreicht verdrießlich
Im Keller doch die kleine Maus
Im großen weiten Haus
Herrscht Ruhe schließlich

Oh, Du Schöne

Deine mit Liebe gefüllten Kelche
Leuchten so rein wie die Sonne
Dein Anblick erfüllt mich mit Wonne
Von Dir empfange ich gerne welche

Dein Gold sei mir hold
Wenn ich suche Mut
In der Gedankenglut
Daß es werde gut
Was zu erfüllen ist
Was die Muße mir küßt

Diese wundervollen Geschöpfe (siehe Bild) tragen doch wahrlich die Liebe der Sonne in sich.

Osterglocke, die zu Ostern blüht.

Schatten im Wandel

Edelsteine sind einfach magisch. Immer wieder spüre ich deren erstaunliche Wirkung. Dieses Mal ließ mich die göttliche Liebe des Rubins folgendes Gedicht über den Wandel der Schatten, die einen verfolgen, niederschreiben.

es wandelt umher ein schatten
ihm folgen viele der ratten
machen aus ihm einen schauer
kennen kein bedauer
nicht hier nicht dort
niemals an keinem ort
rennen fluchen streifen
erklimmen jenen reifen
der ihn umrollt
so kommt ungewollt
das neue hineingedrescht
nicht sich sorgt um recht
kehrt ein in wogen
in hohen schauernden bogen
stürzt nieder der unhold
noch hält fest am gold
das glänzend weit
kündet andere zeit
sagt sich los
geschunden bloß
aufgelegt gewalt’ge bürde
erlangen soll alte würde
das gold erkennen wird
der glanz scheinen wird
vorher ein zaun versperrt
was unheil nährt
neues findet platz
baut den schatz
der wird bringen
sicher gelingen
eine mußestunde
durch offene munde
sich offenbaren
darum sein im wahren
im schlummernden reinen
hinunterhangeln an leinen
landen stehen gehen
stranden sehen verstehen
im sandkorn finden einen stein
ihn lösen kostbar und fein
daß ihm erloschen wird werden
seine brennenden herden

Die Veränderung tritt mit einer Wucht ein, die im ersten Moment beunruhigend sein kann. Es braucht vielleicht sogar eine gewisse Portion Mut, um den Schritt zu wagen. Doch das Neue wird einen Schatz offenbaren, der das Alte verblassen und vergessen läßt.

So trage ich also eine Kette mit dem göttlichen Rubin, dem liebenden Rosenquarz und dem stabilisierenden Bergkristall und bin gespannt, was mich noch erwartet.

Ruby Dream

Ruby Dream, die perfekte Kombination aus Rubin, Bergkristall und Rosenquarz.

Eine schöne und ausführliche Interpretation zu obigem Gedicht kann bei rohspirit gelesen werden.

Goldener Kelch

Auf den goldenen Kelchen

Spiegelt sich das Veilchen

Spielt für sich ein Weilchen

Hat es Mut? Wenn, welchen?

Veilchen in der Märzsonne.

Der Hammer

Folgendes Gedicht wollte geschrieben werden, nachdem ich drei Tage lang eine Edelsteinkette mit unbehandelten Rhodochrosit getragen hatte.

pauken- und trompetenschlag
niemals wie an diesem tag
donnern schmetternd nieder
durchfahren alle glieder
durchzucken rücken und mark
entzücken ungeheuer und stark
entrücken wie grellender blitz
der schwärzt weiße litz‘
die bänder feste spannen
der blick starr gefangen
ruft die kehle kalt und laut
was läßt erfrieren die haut
doch das herz verrichtet werk
setzt mit mut ziel und merk
auf was im vorn‘ steigt und droht
was nicht erhört letztes gebot
so die finger formen firme faust
selbst schweren schleier es graust
wenn arm schulter elle hand
werden lebend und bemannt
zu tosend wütendem hieb
der von sich drückt und schiebt
schleudert strudelt und schlägt
was das herz nicht gut trägt
so der hammer klärt unaufhaltsam
durch geistesloses ding und kram
schafft ordnung wo zuvor
stieg list und angst empor
streckt nieder was vernichtet
schützt was wahr und edel richtet

Kette „Magic Gift„. Orange-rot leuchtet der Rhodochrosit.

Der Rhodochrosit bricht Gewohnheitsmuster auf und führt Veränderungen herbei, die seinen Träger zu Wachstum und Entwicklung verhelfen können. Dies geschieht mitunter wie ein Gewitter, das sich überraschend über das Land ergießt. Doch durch diese Reinigung kann Neues gebaut werden.