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Ein Vergißmeinnicht

Es blüht ein Vergißmeinnicht
Im warmen Sommerlicht
Dort drüben auf der Wiese
Steht stolz sie wie ein Riese

In ihrem grünen Sammetkleid
Habe ich sie stehen sehen
Von allen war sie die schönste Maid
Meine Liebe wollt‘ ich ihr gestehen

Blühendes Acker-Vergißmeinnicht.

Blühendes Acker-Vergißmeinnicht.

Deine Augen, der Liebe glückliches Kind
Sie wiegen sich im lauwarmen Wind
Nach der Sonne halten sie Schau
In ihrem immertreuen Blau

Zu allen Zeiten schmücket dich
Ein Mal, ein rundes Ding
So schön, so schön für mich
Trägst du den goldenen Ring

Es blühen die Blumen all‘ so schön
Doch habe ich die allerschönste auserseh’n
Es blüht ein Vergißmeinnicht
Im warmen Sommerlicht

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Eichengrund

Am Horizont sitzt der Eichenwald.
Schon bald, in der Ferne erhallt
der Nachtigall Ruf
und es sich schuf
aus dem schwarzen Eichengrund
ein sonderbarer Fund.
So schauet nur.
Die helle Lichterschnur
zieht am gelben Faden
den nächtlichen Laden
empor ganz schnell.
Schon ist es hell.

Auenwald mit Wildbach.

Auenwald mit Wildbach.

Engel

Es spricht das junge Kind
Seine Worte getragen vom Wind
Schweben über Feld und Moor
Offen steht des Herzens Tor

Aus den Worten spricht
Unvermittelt rein und klar
Der Seele helles Licht
So immer es war

Als Engel geboren
Sind uns die Kinder
Nichts bleibt verloren
Beglückt ist der Finder

Winterzauber

Ein Zauber fliegt durch die Luft.
Es begleitet ihn ein betörender Duft.
Im Raume liegt ein goldener Glanz
und vom hellen Lichterkranz
durchströmt ein leiser Traum,
der überschreitend jeglichen Saum
eines jeden Menschenkindes Herz
führt himmelwärts.

Die Welt ist ein Gedicht

Die Welt ist ein Gedicht
Zeigt uns ihr Gesicht
Im Sonnenschein
Sowie im Zusammensein
Auch im Blütenduft
Fliegt durch die Luft
Der Schöpfung Hauch
So ist uns auch
Das Licht gegeben
Daß wir streben
Das Gedicht zu leben
Ein eigenes hinzuzugeben

Zwei Rosenblüten im Sonnenlicht künden von der Schönheit der Welt.

Vier Rosenknospen, die blühen wollen. In der Mitte ist eine bereits verblühte Blüte zu erkennen.

Schön wie die Nacht

Die Nacht schön und klar
Zeigt uns die Sternenschar
Hoch oben glitzern die Sterne
Jedes Kind mag sie so gerne
Wenn ihre Magie ist gereist
Hinunter zu unseren Geist
Erhebt sich das Gefühl
Das in uns schlummert kühl
Zum Leben und Erleben
Empfangen und Geben
Diese wundersame Sternenwelt
Uns zeigt das nächtliche Himmelszelt
Denn die wundervolle Sternenpracht
Uns offenbart die kühle klare Nacht

Das Licht der Welt

Ein wunderschönes Gedicht darüber, wie die Wahrnehmung des Lichts in einem selbst und die Öffnung des Herzens für die Mitmenschen einen zum Träger und Sender desselbigen Lichts werden läßt.

in mir strahlt das licht der welt
ich fühle die sterne am himmelszelt
ich sehe einen schwarm vögel fliegen
und wie die wolken vorüberziehen

ich schließe dich in meine arme
ich flüstere sachte deinen namen
ich führe dich zu meinem herzen
es übertrifft jedes erblüh’n im märzen

ich spüre deine wärme in mir steigen
sie läßt mich die kraft des herzens zeigen
sie läßt mich auf liebe eingestellt
durch mich strahlt das licht der welt

Das Ich spürt, wie das Licht der Welt in ihm strahlt und es wärmt. Dabei macht es die Sterne als mögliche Quelle aus. Die fliegenden Vögel verkünden die Freiheit der Seele und die ziehenden Wolken künden Veränderung an, neuen Wind. In der zweiten Strophe nimmt das Ich seinen Nächsten in die Arme, erkennt ihn und öffnet sein Herz. Es stellt dabei fest, daß das Frühlingserblühen allein das Herz bei weitem nicht derart tief berühren kann. In der dritten Strophe nimmt das Ich die Veränderung in sich selbst wahr; es fühlt eine Wärme in sich, die es in Liebe sein läßt. Und schließlich wird es zum Träger dieses Lichts.

Wir können in obigen Gedicht auch den Dreiklang wiedererkennen, der uns aufzeigt, wie eine liebevolle Welt gelebt werden kann. Es sind nämlich jeweils in den Strophen 1, 2 und 3:

  1. Das In-die-Natur-gehen; sich mit der Natur, d.i. die Schöpfung auf der Herzens- bzw. der Seelenebene verbinden. (Mit der Schöpfung)
  2. Zusammen den Weg gehen; die Herzen verbinden. Warum wohl drückt man sein Gegenüber bei der Begrüßung ans Herz?   (Mit Schöpfern)
  3. Auf liebevolle Art und in Liebe selbst zur Quelle des Lichts  werden bzw. in Liebe selbst etwas schaffen; seine Gabe der Welt geben. (Schöpfen)

Die Sonne

Mir wird ganz warm
Nimmt mich in den Arm
Die gelbe Sonne
Mit wohliger Wonne
Lenkt sie das Blatt
Licht sie hat
Ihre Fahne sie hißt
Liebe sie ist

Wucherblume, die von der Sonne liebkost wird.

Oh, Du Schöne

Deine mit Liebe gefüllten Kelche
Leuchten so rein wie die Sonne
Dein Anblick erfüllt mich mit Wonne
Von Dir empfange ich gerne welche

Dein Gold sei mir hold
Wenn ich suche Mut
In der Gedankenglut
Daß es werde gut
Was zu erfüllen ist
Was die Muße mir küßt

Diese wundervollen Geschöpfe (siehe Bild) tragen doch wahrlich die Liebe der Sonne in sich.

Osterglocke, die zu Ostern blüht.

Die golden Leuchtende

O du golden Leuchtende
Wirfst einen sonderbaren Schein
Auf mein hiesiges Sein
O du klärend Läuternde

Du strahlst von weit her
Sendest wärmende Strahlen uns
Daß wir stehen in deiner Gunst
Erfreuen wir uns deiner Einkehr

Sonnenaufgang über dem Meer.