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Ein Morgen in der Stadt

seiend auf einem berg
und doch wie ein zwerg
weit hinaus schauend
was sich dort aufbauend

eine graue wolkenwand
doch hinter deren rand
ein rötlicher schimmer
versprüht seinen glimmer

hebt er empor
zeigt stolz hervor
die rote glut
die zu jeder minut‘

stärker werdend
die erde erwärmet
die haut erreichend
das herz erweichend

das rot sich wandelt
gelb nun handelt
der himmel erhellt
die szene erstellt

was wir erlauschen
im hinten das rauschen
der fabrikatoren
der wagen motoren

durchdringt die stille
in tosender fülle
lärm der schnelle
zu unserer stelle

wirbelnd nieder dröhnt
ruhe gänzlich verhöhnt
so hasten die leut‘
ohne jegliche freud‘

zu grotesker arbeit
in ihrer lebenszeit
als sei ihr leben
gegen ihr streben

hypothek behaftet
nicht verkraftet
daher ihr dasein
das selbst-sein

Heimische Äpfel

heimische äpfel heimischer kohl
genossen zu jedem feste
ob jung oder alt
so ists selbst
im tiefsten winter nicht zu kalt
heimische äpfel heimischer kohl
so gehts uns wohl

holde wal- und haselnüsse
reichlich findest sie
in des herbstes sonnenschein
sind nicht nur des eichhorns born
schmecken auch allen kindern enorm
walnüsse haselnüsse
gar wie zärtliche küsse

es thront die eiche
hoch im auenwald
ihre frucht ganz wunderbar
schmackhaft herzhaft beinah süß
so sie wächst gar tausend jahr
die deutsche eiche
auch dem stärksten sturm nicht weiche

auf der wiese wunderfein blüht das gänseblümelein
jahr ein jahr aus in jedem lenze
schmückt sein haar mit der blume kränze
sich ein jedes mädel ebenso
ihr duft entzückt die hummel gar so froh
gänseblümchen schauen nicht nur lustig drein
sie schmecken auch lieblich fein