Schlagwort-Archive: Arbeit

Heikle Arbeit

die Hände die flinken
sie tippen ohne zu hinken
streichen die Tasten sanft
schenken dem Texte Glanz
geben der Worte Sinn
lenken zum Ziele hin

am Kinn die schönen Finger
sich formen vielerlei Dinger
im Geiste auf weiten Breiten
beleuchtet von allen Seiten
was wahrhaft klirrt
was wichtig wird

stützt der Arm den Kopf
sinnt der goldene Schopf
hallt ein Räuspern, ein Schnaufen
versunken in Gedanken ein Raufen
lenkt ein Ziehen, ein Klick
bald ist fertig der Trick

Warum ist dieser Artikel mit Spiritualität gekennzeichnet?

Oben wollen sich im Geist geformte Konstrukte (wie Wörter) verwirklichen. Der Geist ist rege und im Schaffensprozeß – der Geist tut etwas.

In Spirit-Uali-Tät steckt der Geist (spiritus) und die Tat, verbunden durch Uali, gesprochen Wali (Das Lateinische kennt weder w noch u), also die Wahl. Spiritualität bedeutet demnach der Geist wählt die Tat/Tätigkeit; tun wiederum bedeutet eine Handlung ausführen. Spiritualität beinhaltet also nicht nur bloße Geistesarbeit, sie beinhaltet ebenso das Tun; also das Durchführen von Handlungen, die sich der Geist erdacht hat. Dabei entscheidet sich der Geist bewußt für das Tun, für das Schaffen, das Erschaffen.

Ein Morgen in der Stadt

seiend auf einem berg
und doch wie ein zwerg
weit hinaus schauend
was sich dort aufbauend

eine graue wolkenwand
doch hinter deren rand
ein rötlicher schimmer
versprüht seinen glimmer

hebt er empor
zeigt stolz hervor
die rote glut
die zu jeder minut‘

stärker werdend
die erde erwärmet
die haut erreichend
das herz erweichend

das rot sich wandelt
gelb nun handelt
der himmel erhellt
die szene erstellt

was wir erlauschen
im hinten das rauschen
der fabrikatoren
der wagen motoren

durchdringt die stille
in tosender fülle
lärm der schnelle
zu unserer stelle

wirbelnd nieder dröhnt
ruhe gänzlich verhöhnt
so hasten die leut‘
ohne jegliche freud‘

zu grotesker arbeit
in ihrer lebenszeit
als sei ihr leben
gegen ihr streben

hypothek behaftet
nicht verkraftet
daher ihr dasein
das selbst-sein