Wolfgang Licht – Zeigerpflanzen

Über den Autor

Dr. Wolfgang Licht ist pensionierter Botaniker. Er arbeitete unter anderem an der Universität Mainz. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Ökologie von Pflanzengesellschaften und die Flora und Vegetation von Süditalien, Apulien und der Adria

BUCHVORSTELLUNG:

Zeigerpflanzen

Wie Pflanzen die Bodenbeschaffenheit anzeigen

zeigerpflanzenAls Zeigerpflanzen werden Arten bezeichnet, deren Anwesenheit bestimmte Pflanzengesellschaften oder ökologische Faktoren eines Standortes anzeigen. Von solchen Pflanzen kann auf den Charakter und die Bedeutung des Biotops geschlossen werden. Hierzu braucht man nur zu wissen, auf welche Pflanzen man achten muß und warum. Diagnostisch kann dann vom Pflanzenwuchs unter anderem auf die Bodenart, die Nährstoffverhältnisse, pH-Wert, Temperaturverhältnisse, Niederschläge oder Salzgehalt geschlossen werden.

In diesem Buch werden nach Biotoptypen getrennt über 500 kennzeichnende Arten mit Foto und Kurzbeschreibung sowie mit ihrem Zeigerwert vorgestellt.

Die ersten Kapitel geben einen Überblick über das Zeigerwertsystem nach Ellenberg und die Nomenklatur und Systematik der Pflanzengesellschaften, ohne dabei tiefer in die Materie vorzudringen, als es zum Verständnis des Buches notwendig ist. Der Schwerpunkt liegt auf der praxisnahen Bestimmung und die Bewertung der Leitarten einer Pflanzengesellschaften, ob als Hobby und aus reinem Interesse oder aus beruflichen Gründen, wenn es zum Beispiel um die Bewertung einer Vegetationsfläche in der Landschaftspflege geht. Wolfgang Licht schafft es, kurz und bündig alle wichtigen Aspekte und Verfahrensweisen eines soliden Vegetationsgutachtens zusammenzufassen.

Der Schwerpunkt des Buches liegt im Bestimmungsteil, wo nach Standorten gruppiert die einzelnen Arten detailliert vorgestellt werden. Jedes Kapitel wird eingeleitet mit einer kurzen Beschreibung der typischen Pflanzengesellschaften und es folgen Steckbriefe der Zeigerarten. Die Auswahl der  Zeigerarten ist auf Arten gefallen, die eine hinreichende Aussageschärfe haben, das heißt sie sollen nicht zu selten, aber auch nicht zu häufig sein und müssen eindeutig bestimmbar sein. Zu jedem Steckbrief sind gegebenfalls Hinweise zu verwechselbaren Arten gegeben. Die Fotos der Zeigerarten sind speziell so gewählt worden, daß sie typische Merkmale zeigen.

Inhaltsübersicht:

  • Einführung
  • Grundlagen: Auswahl der Pflanzen, Zeigerwerte nach Ellenberg, Pflanzensoziologie
  • Praxis: Aufgaben und Ziele, Erfassung und Kartierung der vegetation, Zeitpunkt der Erhebung, Bewertung
  • Zeigerpflanzen für Pflanzengesellschaften:
  • Wasserpflanzen
  • Krautige Vegetation der Gewässerränder
  • Moore
  • Nassgrünland
  • Grünland mittlerer Standorte
  • Bodensaure Magerrasen und Zwergstrauchheiden
  • Steppen- und Trespenrasen
  • Sandrasn
  • Skelettböden, Felsen und Mauern
  • Säume und Waldverlichtunge
  • Gebüsche trockener und mittlerer Standorte
  • Eichenwälder
  • Buchen, Hainbuchen- und Edellaubwälder
  • Nassgehölze
  • Nadelgehölze
  • Wildkrautgesellschaften der Äcker und Gärten
  • Ruderalgesellschaften
  • Zeigerpflanzen für bestimmte Ökofaktoren:
  • Feuchte- und Nässezeiger
  • Wechselfeuchtezeiger
  • Trockenzeiger
  • Kalkzeiger
  • Säurezeiger, Magerkeitszeiger
  • Stickstoffzeiger
  • Salzzeiger
  • Rohbodenzeiger
  • Sonstige Bodenzeiger
  • Klimazeiger
  • Störzeiger
  • Sukzessionszeiger
  • Zusammenstellung der erwähnten Syntaxa
  • Literaturverzeichnis
  • Register

Fazit: Ein Buch, das in seiner ganzen Struktur so ausgelegt ist, daß es auf den Praxisnutzen optimiert ist, und dabei einen sehr breiten Leserkreis anspricht vom Gutachter und Biologen bis zum Hobbybotaniker.

Gebunden, 21,6 x 15,4 x 2,2 cm, 485 Seiten, durchgehend bebildert,
Preis: 39.95 EUR

Buchbestellung beim Kopp-Verlag

weitere Literaturempfehlungen:

Schmeil/Fitschen – Ein Buch zum Bestimmen aller wildwachsenden Arten
Düll/Kutzelnigg – Taschlexikon der Pflanzen Deutschlands
Steffen G. Fleischhauer – Essbare Wildpflanzen
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