Archiv der Kategorie: Transformation

Ein Morgen in der Stadt

seiend auf einem berg
und doch wie ein zwerg
weit hinaus schauend
was sich dort aufbauend

eine graue wolkenwand
doch hinter deren rand
ein rötlicher schimmer
versprüht seinen glimmer

hebt er empor
zeigt stolz hervor
die rote glut
die zu jeder minut‘

stärker werdend
die erde erwärmet
die haut erreichend
das herz erweichend

das rot sich wandelt
gelb nun handelt
der himmel erhellt
die szene erstellt

was wir erlauschen
im hinten das rauschen
der fabrikatoren
der wagen motoren

durchdringt die stille
in tosender fülle
lärm der schnelle
zu unserer stelle

wirbelnd nieder dröhnt
ruhe gänzlich verhöhnt
so hasten die leut‘
ohne jegliche freud‘

zu grotesker arbeit
in ihrer lebenszeit
als sei ihr leben
gegen ihr streben

hypothek behaftet
nicht verkraftet
daher ihr dasein
das selbst-sein

Die Energie fließt

… wo man Beachtung gießt.

Zur Abwechslung mal ein Sprichwort. So einfach und schön läßt sich das allgemein gültige Gesetz des Widerhalls (Resonanz) benennen. Ein Mensch kann nur den Bereich der Wirklichkeit wahrnehmen, für den er sich öffnet. Dinge, an die man viel denkt oder sich viel mit beschäftigt, wird man unweigerlich in sein Leben ziehen. So wird ein ängstlicher Mensch mit seiner Angst konfrontiert werden und ein fröhlicher Mensch wird stets etwas finden, an dem er sich erfreuen kann. Entsprechend unserer Aufmerksamkeit bzw. Beachtung wird also die Energie in unserem Leben fließen. Dies soll nicht bedeuten, daß man Probleme vor sich her schieben oder verdrängen soll. Denn das Unterbewußtsein kann sich noch intensiv mit dieser Thematik befassen und sie entsprechend ins Leben ziehen, wenn mit der Thematik nicht abgeschlossen worden ist.

Wichtig ist es jedoch seinen Fokus, seine Aufmerksamkeit auf Dinge zu richten, die man gerne in seinem Leben hat. Entsprechende Gedanken könnten etwa sein: „Ich lebe in Fülle“ oder „Ich werde geliebt(, so wie ich bin)“.

Der Hammer

Folgendes Gedicht wollte geschrieben werden, nachdem ich drei Tage lang eine Edelsteinkette mit unbehandelten Rhodochrosit getragen hatte.

pauken- und trompetenschlag
niemals wie an diesem tag
donnern schmetternd nieder
durchfahren alle glieder
durchzucken rücken und mark
entzücken ungeheuer und stark
entrücken wie grellender blitz
der schwärzt weiße litz‘
die bänder feste spannen
der blick starr gefangen
ruft die kehle kalt und laut
was läßt erfrieren die haut
doch das herz verrichtet werk
setzt mit mut ziel und merk
auf was im vorn‘ steigt und droht
was nicht erhört letztes gebot
so die finger formen firme faust
selbst schweren schleier es graust
wenn arm schulter elle hand
werden lebend und bemannt
zu tosend wütendem hieb
der von sich drückt und schiebt
schleudert strudelt und schlägt
was das herz nicht gut trägt
so der hammer klärt unaufhaltsam
durch geistesloses ding und kram
schafft ordnung wo zuvor
stieg list und angst empor
streckt nieder was vernichtet
schützt was wahr und edel richtet

Kette „Magic Gift„. Orange-rot leuchtet der Rhodochrosit.

Der Rhodochrosit bricht Gewohnheitsmuster auf und führt Veränderungen herbei, die seinen Träger zu Wachstum und Entwicklung verhelfen können. Dies geschieht mitunter wie ein Gewitter, das sich überraschend über das Land ergießt. Doch durch diese Reinigung kann Neues gebaut werden.