Der Hammer

Folgendes Gedicht wollte geschrieben werden, nachdem ich drei Tage lang eine Edelsteinkette mit unbehandelten Rhodochrosit getragen hatte.

pauken- und trompetenschlag
niemals wie an diesem tag
donnern schmetternd nieder
durchfahren alle glieder
durchzucken rücken und mark
entzücken ungeheuer und stark
entrücken wie grellender blitz
der schwärzt weiße litz‘
die bänder feste spannen
der blick starr gefangen
ruft die kehle kalt und laut
was läßt erfrieren die haut
doch das herz verrichtet werk
setzt mit mut ziel und merk
auf was im vorn‘ steigt und droht
was nicht erhört letztes gebot
so die finger formen firme faust
selbst schweren schleier es graust
wenn arm schulter elle hand
werden lebend und bemannt
zu tosend wütendem hieb
der von sich drückt und schiebt
schleudert strudelt und schlägt
was das herz nicht gut trägt
so der hammer klärt unaufhaltsam
durch geistesloses ding und kram
schafft ordnung wo zuvor
stieg list und angst empor
streckt nieder was vernichtet
schützt was wahr und edel richtet

Kette „Magic Gift„. Orange-rot leuchtet der Rhodochrosit.

Der Rhodochrosit bricht Gewohnheitsmuster auf und führt Veränderungen herbei, die seinen Träger zu Wachstum und Entwicklung verhelfen können. Dies geschieht mitunter wie ein Gewitter, das sich überraschend über das Land ergießt. Doch durch diese Reinigung kann Neues gebaut werden.

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